Nach getaner Arbeit braucht man einen Ausgleich zur Erholung. Bei mir und meiner Kollegin Melanie Grad sah dieser Ausgleich im Juli wie folgt aus:
An einem sonnigen Samstag machten wir uns auf den Weg nach Haar bei München, um am Muddys Angel Run teilzunehmen. Hierbei handelte es sich um einen Hindernislauf mit der Besonderheit, dass die Hindernisse in Matsch, Schlamm und Seifenschaum aufgebaut wurden.
Bereits um sieben Uhr morgens befanden wir uns am Veranstaltungsort, da Melanie und ich vor unserem Lauf als Volunteer arbeiteten. Unsere Aufgabe war die Betreuung des Zielhindernisses. Und das hatte es in sich: zwei sich gegenüberstehende 20ft Container, verbunden durch Balancierbalken. Auf der einen Seite mussten die Kandidaten über eine Bretterwand auf die Container klettern, oben angekommen über die Balken balancieren und auf der anderen Seite angekommen ging es dann eine große Wasserrutsche nach unten ins Ziel.
Bei der Betreuung dieses Hindernisses trafen wir viele Teilnehmerinnen, die sich ihren Ängsten stellen mussten, um es zu überwinden und halfen ihnen wenn nötig dabei, um mit einem strahlenden Lächeln ins Ziel einlaufen zu können.
Nach gut sieben Stunden Arbeit war es so weit: unser eigener Start wartete auf uns.
Gemeinsam überwanden Melanie und ich fünf Kilometer voller Hindernisse. Zugegeben, dass ein oder andere Hindernis – wie zum Beispiel die Wasserrutsche in den Baggersee – auch gerne mehrmals. Es hatte schon etwas für sich, als letzte Gruppe zu starten. Denn man konnte sich Zeit lassen, schließlich kam keine weitere Gruppe mehr nach. Außerdem kannten wir die meisten Mitarbeiter durch die Arbeit als Volunteer bereits. Was im großen Schlammbecken zu einer ausschweifenden Schlammschlacht mit zwei der Techniker führte. Gut, unsere freiwilligen Verzögerungen sorgten dafür, dass wir am Ende das letzte Paar waren, das ins Ziel kam, aber das war es wert.
Im Ziel wurden wir mit Obst, Wasser und alkoholfreiem Bier begrüßt und hatten im Anschluss Zeit, dass Veranstaltungsgelände, was auch für die Zuschauer aufgebaut worden war, zu besuchen. Hier fanden sich Verpflegungsstände, verschiedene Sportstände mit Spielen und – zu unserer eigenen Überraschung – ein Truck der Bundeswehr.
Es war ein wunderschöner, ereignisreicher Tag. Und wir würden es jederzeit wieder machen.